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![]() Search Tower am Teufelsberg Wilmersdorfer Weinhang am Teufelsberg![]() Die Muster-Loftwohnung ![]() Kleiner Radarturm - heute Künstlerheimstatt ![]() Modell für den Umbau des Teufelsberges (1996) der Architekten Gruhl und Partner (heute im Alliierten-Museum Berlin Clayallee zu sehen) Erinnern Sie sich noch an diese Ausstellung von 1974? ![]() Fotografien > von der Anlage finden Sie bei flickr Links > brandinavia-Führungen auf den Teufelsberg > Der Eigentümer: Gruhl und Partner > Der Sicherheitsdienst EMGE > Das Künstlerprojekt Teufelsberg > YouTube: ZDF-Reportage zum Teufelsberg > YouTube: Zeitzeugenbereicht eines US-Spions Quellen > Wikipedia-Artikel - Teufelsberg > Oliver Ohmann - Edition Luisenstadt > Fotodokumentation Zeit vor der Zerstörung > Radio Bremen "Deckname Blitz" Weitere Informationen zur Geschichte des Teufelsberges finden Sie im Buch von Klaus Behling und Andreas Jüttemann:
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Im Nationalsozialismus - Wissenschafts-Campus für die Rüstung Dort
wo sich heute der Teufelsberg befindet, sollte – so war es
unter den Nationalsozialisten im Rahmen ihrer Ideen für die
„Welthauptstadt Germania“ geplant – eine Hochschul-Stadt
entstehen. Mit dem ersten Gebäude
wurde schon vor dem Krieg angefangen: von 1937 bis 1940 wurde
der Rohbau für eine Wehrtechnische Fakultät errichtet. Nach dem Zweiten
Weltkrieg - die Berliner
erobern ihren Berg Die Überresteeste des Fakultäts-Rohbaus wurden zwischen 1950 und 1972 mit bis zu 800 LKW-Ladungen Trümmerschutt täglich verfüllt. Die Trümmer von etwa einem Drittel aller in Berlin zerstörten Häuser liegen unter dem Teufelsberg. Ab 1972 wurde das gesamte Gelände renaturiert und mit Bäumen bepflanzt. Das Areal des Teufelsbergs wurde sofort nach der Renaturierung von den Berliner als Sportareal angenommen. Nicht nur einen Kletterturm (des Deutschen Alpenvereins) gibt es hier, zuweilen wurde sogar richtiger Wintersport betrieben, es gab eine Rodelbahn, einen Skihang, eine Sprungschanze und sogar einen Schlepplift – dieser musste aber 1972, weil er die Funksignale der Alliierten störte – abgebaut werden. Zur 750-Jahr-Feier Berlins 1987 wurde am Teufelsberghang sogar ein Weltcup im Slalom veranstaltet. Auch noch heute gibt es eine Skiabfahrt, auf der sich bei viel Schnee die Berliner Wintersportler tummeln. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde am Südhang des Teufelsberges Wein angebaut, aus dem das „Wilmersdorfer Teufelströpfchen“ gekeltert wurde. 1984 wurde der Rebhang verlegt und befindet sich nun am Eisstadion Wilmersdorf. Jährlich wurden 250kg Trauben (u.a. Weißer Riesling) geerntet und zu 120 Liter Wein verarbeitet. Während des "Kalten Krieges" - Horchposten auf dem "T'Berg" Aber
nicht nur die Freizeitbegeisterten entdeckten den
Teufelsberg. Schon 1957 okkupierte die US-Armee den Berggipfel –
denn als höchstgelegene Erhebung in Westberlin –
war er ein hervorragender Standort für eine Abhöranlage. Ursprünglich
wollte man nur mit mobilen Radargeräten die Luftkorridore zwischen
Westberlin
und Westdeutschland kontrollieren. Doch bald erkannten die
Geheimdienste das weitaus größere Potential des Standorts: Über fünf
Antennenkuppeln (die höchste - der große Radarturm - ist 69 m
hoch) konnten NSA und RAF Flug- und Funkverkehr bis etwa 600 km weit
hinter den Eisernen Vorhang überwachen. Neben dem
Teufelberg (im US-Jargon "T'Berg" genannt) gab es noch Abhöranlagen in
Marienfelde, am
Flughafen Tempelhof und am Flugplatz Gatow. Die Anlagen
dienten als Teil des weltweiten US-Spionagenetzes „Echelon“.
Shuttlebusse brachten die Soldaten von ihren Kasernen
(die
Engländer kamen aus Gatow – heutige General-Steinhoff-Kaserne, die
Amerikaner meist aus den Andrews-Baracks und den McNair-Baracks in
Lichterfelde) zur
Arbeit bis hier her. Aber es gab auch einen großen Parkplatz
für die höheren Angestellten. Es gab drei Schichtwechsel, zu
denen die Busse hier auf dem Vorplatz ankamen. Man arbeitete rund um
die Uhr - von
8-17h, 17-23h und 23-8h. Zeitzeugenberichte sprechen von 800
- 1500 täglich eingesetzten Soldaten. Die Soldaten mussten 9
Stunden (ohne Tageslicht, denn die Bürogebäude hatten keine Fenster,
damit man von außen nicht sehen konnte, was innen vor sich ging)
durcharbeiten, selten mit längerer Pause. Der Fall Yildirim
Bis 2003 saß der Türke
Hüseyin Yildirim in US-Haft, bekannt unter dem Decknamen Blitz. Er
arbeitete für die Stasi und war als Kfz-Mechaniker in
der US-Kaserne in Lichterfelde tätig. Er selbst hatte den
Teufelsberg zwar nie betreten, schloss aber als Kfz-Mechaniker
Freundschaft mit vielen hier stationierten Soldaten und verkaufte
geheime Informationen an Ostberlin. 1988 wurde er verhaftet.
Ein Zeuge des Prozesses meinte, die Stasi hätte es nicht so
kompliziert machen müssen, denn hatte man erstmal eine
Zugangsberechtigung zum Teufelsberg, dann was Stehlen
einfacher als in einem Buchladen – auf dem Teufelsberg galt die Devise
"Vertrauen ist besser als Kontrolle".
Nach dem Abzug der Alliierten bis heute Als
nach
dem Ende des Kalten Krieges die Westalliierten niemanden zum Abhören
mehr hatten, zogen bis Oktober 1992 Amerikaner und Briten vom
Teufelsberg ab. Vor
dem Mauerfall war sogar noch geplant, bis 1995 die
Anlage zu modernisieren und auszubauen. Der Berliner Senat suchte
alsbald
nach Möglichkeiten einer zivilen Nachnutzung des Areals: Der Berliner
Senat
verkaufte nach einer Ausschreibung 1996 das fast 15.000 m² große
Gelände für 5,2 Mio. DM
an eine Kölner Investorengemeinschaft. Diese wollte ein Tagungshotel,
luxoriöse Loft-Wohnungen und mondäne Stadtvillen, ein kleines Museum
zum kalten Krieg und ein Ausflugslokal auf dem Berggipfel errichten,
Fertigstellung sollte 2002 (wie die
Bautafel am Eingang zeigt) sein. Das Luxusprojekt scheiterte an
Protesten und Klagen von Anwohnern und Naturschutzverbänden und den
immer höher werdenden Baukosten. Einzig fertiggestellt wurden eine im
2.OG des
amerikanischen Betriebs- und Radargebäude befindliche
Muster-Loftwohnung sowie
am östlichen Rand des Areals einige Fundamente (u.a. für
Stadtvillen und ein Parkhaus). ![]() Abbildung: Lageplan des Teufelsberg-Geländes (zum Vergrößern bitte auf die Karte klicken) Ideen für die Zukunft Das
Areal wurde bis 2003
bewacht, aus Kostengründen wurde aber die Bewachung eingestellt.
Seitdem wurde der Zaun immer wieder
aufgeschnitten, Metalldiebstahl und Vandalismus waren nur schwer zu
verhindern. Weil fristgerecht die Bauarbeiten bis 2004 nicht
abgeschlossen werden konnten, wurde das Gelände als Baugebiet 2006
entwidmet wurden und ist jetzt im B-Plan als Waldgebiet ausgewiesen -
weitere Baumaßnahmen sind damit verboten. Der
jetzige Eigentümer gab am 15. Februar 2011 bekannt, er würde gerne alle
Gebäude der
Abhöranlage erhalten, unter Denkmalschutz stellen, aber entkernen und
ein Ausflugslokal, ein Spionagemuseum einrichten sowie in den
restlichen Gebäuden seine ursprüngliche Idee von Loftwohnungen
verwirklichen. |
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